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Science Bridge hat ein neues Experiment etabliert

geschrieben am 12. Sep 2017

Wir haben Sojaschrot (Tierfutter) aus verschiedenen Kultivaren bekommen. Einige stammen aus Brasilien und sind als „GVO“ gekennzeichnet, andere stammen aus Italien und sind nicht gentechnisch verändert.
Im Kurs „Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel“ können wir DNA aus den verschiedenen Proben isolieren und feststellen, welche Proben gentechnisch verändert sind und welche nicht.
Wir danken AGRAVIS Mischfutter Ostwestfalen-Lippe GmbH für die Spende der Sojaschrot-Proben und Susanne Günther (Putenhof Meyer, Waldeck) für die Unterstützung!

P2 und P5: Sojaschrot aus Italien
P1, P3, und P4: Sojaschrot aus Brasilien mit EPSPS Gen (Glyphosatresistenz).

Die obere Bande zeigt ein Fragment des Soja-Lectin-Gens, das in allen Sojapflanzen enthalten ist. Die untere Bande zeigt ein Fragment des CaMV Promotors vor dem EPSPS Gen und damit, dass es sich um eine gentechnisch veränderte Variante handelt.

Warum in Probe 4 scheinbar weniger vom Lectin-Gen vorhanden ist, wissen wir noch nicht genau. Es handelt sich dabei um Sojaschrot, das für besonders hohen Proteingehalt aufgearbeitet wurde (das beruht auf keiner gentechnischen Veränderung!). Möglicherweise ist unsere DNA Präparation dadurch nicht so sauber wie bei den anderen Proben und das größere PCR Fragment ist weniger gut in der PCR zu amplifizieren.
Wir arbeiten dran!